Worum geht es?
Die Stadt Gütersloh plant
zwei sogenannte Ortsumgehungen Friedrichsdorf. Die Süd- und Ostumgehung.
Die Südumgehung soll von der Avenwedder Straße abgehend hinter der
Reilmann-Siedlung über freie und landwirtschaftliche Nutzflächen, durch
Landschaftsschutzgebiet und möglichst nah an den Siedlungsbereichen in
Friedrichsdorf über die Paderborner Straße, den „Miele-Wald“ durchschneidend
schließlich auf die Buschkampstraße führen.
Die sogenannte Ostumgehung wird mit der Südumgehung und der Buschkampstraße
keine Kreuzung bilden. Die Ostumgehung soll etwas versetzt ab der
Buschkampstraße unterhalb der Siedlung Windflöte, entlang bzw. über den
Bolzplatz des TuS Friedrichsdorf am Südwestweg, an der Firma Flötotto vorbei auf
die Senner Straße treffen. Von dort hinter der Schoppenheide, die Wohnbebauung
umrundend über landwirtschaftliche Fläche, auf die Brackweder bzw. Ummelner
Straße führen.
Diese Straßen sollen angeblich den Ortskern Friedrichsdorfs vom
Durchgangsverkehr befreien, der mit der BAB-Abfahrt „Buschkampstraße“ durch den
Ort rollen könnte.
Nach unserer Auffassung führt dieser Straßenbau vor allem zu:
- Naturzerstörung
- Asphaltierung landwirtschaftlicher Flächen
- Existenzvernichtung der noch vorhandenen landwirtschaftlichen Betriebe
- Anziehung weiterer Verkehre (auch in und um Friedrichsdorf)
- Neue Verkehrsbelastungen der Ortsteile Avenwedde-Amt und Avenwedde-Bahnhof.
- Lärm, Gestank und Staub rund um den Ort und (neuer Umgehungsbau in Avenwedde?)
Da die Stadt Gütersloh so wenig getan hat, um sich vehement (notfalls mit einer
Klage) gegen die Abfahrt an der A 33 einzusetzen, kommt zwar nun die Abfahrt.
Bedeutet das aber auch notwendigerweise neue Straßen?
Müssen mögliche neue Verkehrsströme wirklich durch Friedrichsdorf rollen? Und
das um den Preis der Natur- und Existenzvernichtung (und Vernichtung der
Erholungszonen der Bewohner) hinter den Häusern!
Wie lange sind wir bereit Ruhezonen für den Verkehr bereitzustellen, Flächen zu
versiegeln, um dann festzustellen: Es reicht immer noch nicht.
Durch den Bau der Straßen wird keiner in Friedrichsdorf und Avenwedde gewinnen.
Wir werden alle nur verlieren.
Oder sieht sich die Stadt Gütersloh als Wirtschaftsstandort und neuem
Autobahnzubringer als Gewinner?